Theater Marie
Geschichte
Theater M.A.R.I.A. bis Marie
Wie kommt das 1983 in Luzern gegründete Theater M.A.R.I.A. in den Kanton Aargau? Auf Initiative des Schauspielers Dodó Deér und der Kulturmanagerin Antoinette Gnos entsteht im Hinblick auf die Produktion «Klassenfeind» das erste M.A.R.I.A.-Ensemble, dem bereits einige im Aargau ansässige Theaterschaffende als Gründungsmitglieder angehören. Da es nach dem «Klassenfeind» in schneller Folge mit Produktionen mit aargauischer Besetzung und Vernetzung weitergeht, fusionieren der Theaterladen Aarau, das aargauische TheaterUnser und das Theater M.A.R.I.A. zu einer Produktionsgemeinschaft, die sich neben der Claque Baden und dem Jugendtheater Spatz & Co als neue freie Truppe im Aargau etabliert. Aus dem Kreis der Mitglieder werden kontinuierlich Projekte realisiert. Die Planung liegt in den Händen eines kollektiv arbeitenden Kernensembles. Für die einzelnen Produktionen werden regelmässig Schauspieler, Regisseure und Künstler von aussen eingeladen. Ebenso sind die Theaterarbeiten der Ensemblemitglieder als Regisseure, Schauspieler, Bühnenbildner auch ausserhalb von M.A.R.I.A. wichtig. Einzelne Mitglieder des Theater M.A.R.I.A. sind an Hochschulen in der Ausbildung tätig und engagieren sich auf lokaler, kantonaler und nationaler Ebene in kulturpolitischen Gremien. Das Theater M.A.R.I.A. hat seinen Sitz in Aarau, verfügt jedoch über keinen eigenen Spielort. In der Stadt Aarau bespielt M.A.R.I.A. die vielfältigsten Räume, bis es 1995 im Theater Tuchlaube einen regelmässigen Koproduktionspartner und seine Premierenbühne findet. Als Tourneetheater ist es im ganzen deutschsprachigen Raum präsent. Das Repertoire von vier bis fünf Produktionen wird jährlich durch zwei bis drei Neuinszenierungen ergänzt; darunter sind stets auch Stücke für ein junges Publikum. Unterstützt wird das Theater M.A.R.I.A. durch Beiträge des Aargauer Kuratoriums, der Stadt Aarau, durch Koproduzenten, Gastspielstädte und Stiftungen.
Das Theater M.A.R.I.A. erlebt Ende der 1990er-Jahre einen Umbruch. Einige der Gründungsmitglieder haben das Ensemble verlassen. Neue Kräfte stossen dazu. Eine Strukturdiskussion führt zu einer Konsolidierung, die später die Grundlage des heutigen Theater Marie bildet. Nicht nur Umbruch, auch Aufbruchstimmung herrscht: Mit grossem Einsatz und Sorgfalt wird in Suhr ein Kino aus den 1950er-Jahren für grosszügige Proben- und Büroräumlichkeiten renoviert. Zur Einweihung wird das Erfolgsstück «Frau in Füchsin» wiederaufgeführt. 2002 schliesst das Theater Marie mit dem Aargauer Kuratorium eine Leistungsvereinbarung ab, die neue Betriebsstrukturen erfordert. Das Ensemble wird aufgelöst, um sich neu zu formieren. Eine neue Leitung wird ausgeschrieben und bestellt.
Von 2002 bis 2006 steht das Theater Marie unter der Leitung von Lilian Naef und Susanne Morger. Mit neun Produktionen erweitert das neue Ensemble erfolgreich das Spektrum der Produktionspalette. Das Theater Tuchlaube bleibt wichtigster Koproduktionspartner und bietet dem Theater Marie Premieren- und Aufführungsort in Aarau. Das Theater Marie spielt seine Produktionen kontinuierlich auch als Gastspiele im In- und Ausland.
Seit 2007 macht das Theater Marie unter neuer Leitung von Nils Torpus und Markus Speck mit einem kleinen Ensemble und Gästen, mit unterdessen acht neuen Produktionen, von sich reden. Die erst seit zwei Saisons tätigen neuen Maries sind im Aargau bereits bestens verankert und vernetzt und geniessen in der Schweizer Theaterlandschaft einen guten Ruf. Künstlerisch eigenwillig sucht sich das Theater Marie stets auch wichtige Koproduktionspartner und erweitert damit sein Produktionspotenzial.
Veranstaltungen
Februar 2012
Güsel
Öffentliche Vorstellung
www.chupferturm.ch
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