Synopsis

URS-PETER:Hello, hello?
SCHWESTER: Hi.
URS-PETER:Hi.
SELINA: Hello.
URS-PETER: Selina?
SCHWESTER: I'm her sister, nice to meet you.
URS-PETER: Ach so, dann, are you Selina?
SCHWESTER: Yes, that's her.
URS-PETER: Hi Selina.
SELINA: Hello, I'm Selina.
URS-PETER: Yes. Hi. No. Not the hand, you can... Give me a kiss. In my country we do...ehm...three kisses.
Urs-Peter ist Schweizer, Selina hat er im Internet kennen gelernt. Nein, Selina kommt nicht aus seiner Nähe und Deutsch spricht sie auch nicht. Aber egal, Urs-Peter will sich endlich verlieben.
Nach zwanzig Stunden Flug landet er irgendwo in einem heissen Land. Am Flughafen erwarten ihn Selina, ihre Schwester und ein Priester. Offenbar will Selina den Mann, den sie zum ersten mal sieht, sofort heiraten. Das geht Urs-Peter dann doch zu schnell. Da Selina kein englisch spricht, ist er ausserdem auf die Sprachkenntnisse ihrer Schwester angewiesen. Diese zeigt sich auf eine Weise verkupplungsbeflissen, dass es Urs-Peter in dem ohnehin schon unerträglich heissen Land zusätzlich den Schweiss aus den Poren treibt und seine Beziehung zu Selina mehr behindert als befördert. Fern der Schwester finden die beiden jedoch bald eine ganz eigene, gemeinsame Sprache. Genügt das für ein Leben zu zweit?
Laura de Weck hat mit "SumSum" ein bezauberndes Stück über die Schwierigkeiten im Verlangen nach Liebe in globalisierten Zeiten geschrieben. Sie lässt Wertvorstellungen, Umgangsformen und Sehnsüchte gleichermassen hart und humorvoll aufeinander prallen. Durch den raffinierten Umgang mit den Verständigungsproblemen und dem Sprachenmix der Figuren - nur der Zuschauer, nicht aber Urs-Peter versteht beispielsweise Selinas Worte - verwandelt sie abgründige Situationen ins pointiert Komödiantische. In den knappen Dialogen liegt ein schmaler Grat zwischen Absturz und Höhenflug, zwischen Komödie und Tragödie.
Ensemble
Francesca Tappa
Nils Torpus
Herwig Ursin
Christian Müller
Markus Speck Theater Marie
Verlag:
Mit freundlicher Genehmigung des Verlag Autorenagentur GmbH Berlin.
Unterstützt durch:
Aargauer Kuratorium, Stadt Aarau, Stadt Chur, Kulturförderung Kanton Graubünden, Artephila Stiftung, Sopie und Karl Binding Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Stiftung Lienhard-Hunger, Graubündner Kantonalbank, Kanton Bern und Stadt Bern.
