Synopsis

Synopsis
Peter Stirner, der sich Armin Schildknecht nennt, ist Lehrer in Schilten, einem abgelegenen Dörfchen in einem engen, nebelreichen Aargauer Tal. Das Schulhaus, in dem er seine „Einheitsförderklasse“ unterrichtet, liegt direkt neben dem Friedhof. Schildknecht meint - da er sich dem Friedhof nicht entziehen kann- es gelinge ihm durch eine Flucht nach vorn, sich die Todesangst vom Leib zu halten, indem er alles, was mit dem Friedhof zu tun hat, genau beobachtet, studiert, bis in die kurioseste Konsequenz festhält und zum zentralen Unterrichtsthema macht. Statt sich jedoch auf diese Weise gegen die Friedhofschwermut zur Wehr zu setzen, gerät er immer tiefer in den Todessog, bis hinein in eine Todeshalluzination, wo zwischen Wahn und Wirklichkeit, zwischen Leben und Tod nicht mehr zu unterscheiden ist.
„Schilten“ ist der Schulbericht eines immer mehr in der Redundanz seiner Schulmeistersprache sich verirrenden und vereinsamenden Dorfschullehrers, dem von seinen Vorgesetzten „absurde Umtriebe“ zur Last gelegt werden. Sein Rechtfertigungsschreiben ist ein ungehörter Hilfeschrei von abgründigem Humor.
„Ist es denn möglich, dass man bis in den Tod hinein von Assoziationen verfolgt wird?
Keine Stillegung des Denkapparats?
Ein Gehirn, das den Gedanken des Todes zu denken vermag, ist ein totes und somit unendliches. Lächerliche Schulweisheit.“
Armin Schildknecht
Ensemble
Francesca Tappa / Mona Petri
Unterstützt durch:
Aargauer Kuratorium, Stadt Aarau, Kanton Aargau, prohelvetia
Verlag:
Mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag Theater & Medien Frankfurt am Main.
