Der Autor
Samuel Beckett wurde am 13. April 1906 in Dublin geboren und starb am 22. Dezember 1989 in Paris. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und wurde 1969 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
Sein bekanntestes Werk ist heute En attendant Godot (Warten auf Godot). Es wurde am 5. Januar 1953 in Paris uraufgeführt. Die erste Aufführung im deutschsprachigen Raum war am 8. September 1953 im Schlossparktheater Berlin.
Heute wird er immer weniger gelesen. Zumal seine erzählenden Werke als schwierig gelten, denn sie besitzen in der Regel keine erkennbare Handlung und vermitteln eine Atmosphäre von Sinnentleerung, Überdruss und Aussichtslosigkeit. Für Kenner jedoch sind sie – voller sprachlicher und mathematischer Spiele, intellektueller Pointen - und vor einem düsteren Hintergrund überaus unterhaltsam.
Becketts Ruhm beruht vor allem auf dem nach wie vor erfolgreichen Godot, dessen Titel „Warten auf Godot“ auch im deutschsprachigen Raum zur Redewendung geworden ist und dessen zwei zentrale Figuren eine menschliche Grundsituation zu verkörpern scheinen, nämlich das Warten auf eine vermeintlich nahe Erfüllung oder Erlöserfigur.
